Monat: Mai 2017

  • Burghofbühne zu Besuch

    Burghofbühne zu Besuch

    In der Averbruchschule wurde am 16.05.2017 das Theaterstück „Freddy – ein Hamster lebt gefährlich“ aufgeführt.
    Eine Schauspielerin von der Burghofbühne war bei uns. Sie hat ganz alleine elf verschiedene Rollen gespielt. Zum Beispiel spielte sie den Hamster Freddy, sein Herrchen Master John, dessen Kater Sir William, die Oberratte Rallemann, die Meerschweinchen Caruso und Enrico und Sabrina die Wildkatze.
    In dem Theaterstück ging es darum, dass Freddy der einzige Hamster ist, der schreiben und lesen kann. Als der Forscher Dr. Dietrich davon erfährt, will er mit Freddy Forschungen durchführen. Dieser fürchtet um sein Leben und flüchtet gemeinsam mit den anderen Tieren seines Herrchens Master John. Bei der Flucht lernen sie die Oberratte Rallemann und seine Tochter Karla kennen. Karla bringt sie zu einem Computer, von wo aus Hamster Freddy eine Nachricht an Master John schreibt. Do als sie wieder in ihrem Versteck angekommen sind, wartet Dr. Dietrich schon auf Freddy. Er fesselt Freddy und beginnt mit seinen Forschungen. Als Master John davon erfährt, befreit er Freddy gerade noch rechtzeitig.
    Ich fand das Stück gut, weil es sehr lustig war.

    Geschrieben von Louisa Henneken, 3b

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  • Bericht aus Recife

    Bericht aus Recife

    Schon seit vielen Jahren unterstützen wir den Verein Liberdade zur Förderung der „escola Uniào Communitària“ in Recife in Brasilien.
    Jährlich stellen wir alle Einnahmen des Martinzuges zur Verfügung, ebenso die Kollekten unserer Schulgottesdienste.
    Zum Ende des letzten Jahres schrieb die Schulleiterin einen Bericht über die Fortschritte dort, aber auch von ihren Sorgen.
    Sie bedankte sich bei allen Spendern und Unterstützern und bittet um weitere Hilfen.
    Der Bericht erreichte die Betreuer in der Schweiz in der Landessprache. In Brasilien wird portugiesisch gesprochen. In der Schweiz wurde der Bericht dann in die deutsche Sprache übersetzt und uns zugeschickt.
    Die Schulleiterin hat diesen Brief für Erwachsene geschrieben. Der Bericht ist nun für die Kinder unserer Averbruchschule umformuliert worden, damit er auch für sie verständlich ist.

                                                                              Recife, November 2016

    Schulbericht

    Das Jahr 2016 ist bald vorbei, und mit ihm auch alle Turbulenzen, Schwierigkeiten und Hindernisse, die wir in diesem Jahr überwinden mussten.
    Die große Herausforderung war der Umbau der Schule. Nun können unsere Kinder in einer sicheren, sauberen, trockenen und insgesamt gemütlichen Umgebung lernen. Außerdem konnten mehr Kinder in die Schule aufgenommen werden. Wir sind eine große Familie geworden, alle fühlen sich zu Hause.

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     Wir haben uns schon immer stark für unsere Kinder und die Schule eingesetzt, doch in diesem Jahr war alles besonders schwierig:

    – Wir betreuen nun ganz viele Kinder, nämlich 186, in unserer Tagesschule.
      Sie kommen um 7.30 Uhr und bekommen zunächst ein Frühstück. Um 10.00 Uhr gibt es Früchte, später ein Mittagessen und um 16.00 Uhr Vitaminsäfte. Um 16.30 Uhr gehen die Kinder dann nach Hause.

    – Die wirtschaftliche Lage hat sich in unserem Land sehr verschlechtert und die Menschen und somit auch die Eltern und Familien unserer Kinder finden keine feste Arbeit mehr und verdienen dann auch kein Geld.

    – Die Politiker halten ihre Wahlversprechen nicht und achten nicht auf eine gerechte Verteilung der Arbeit und des Geldes. Manche nehmen sogar einfach Geld für sich.

    Jeden Tag kommen immer wieder neue Mütter zu uns. Sie wollen, dass wir ihre Kinder in die Schule aufnehmen. Sie selbst könnten dann versuchen, eine Arbeit zu finden.
    Sie möchten aber auch, dass ihre Kinder genug zu essen bekommen und vor Gewalt geschützt sind.

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     Überall auf den Straßen und in den Bussen müssen wir wirklich mit Gewalt und sogar mit bewaffneten Raubüberfällen rechnen. Es erinnert an ein Land ohne Gesetze.

    Auch steigen die Preise für Lebensmittel, Mieten, Benzin und Strom. So wird die Armut der Menschen immer größer. Viele sind hoffnungslos und haben kaum noch Kraft, andere sind gereizt und wütend. Manchmal geschehen sogar schlimme Verbrechen innerhalb einer Familie.

     Trotz allem kämpfen wir für die Kinder und den Erhalt unserer Tagesschule.

    Zum Glück – und dank eurem Verein Liberdade in der Schweiz – lernen unsere Kinder rechnen, lesen und schreiben, kochen, Hygiene und eine aufmunternde Einstellung zu ihrem Leben. Sie können musizieren, tanzen, basteln, werken und spielen. Jeden Tag bekommen sie zwei gesunde Mahlzeiten, Säfte und Obst.

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     Die Mühe lohnt sich: Wir sehen täglich das Lächeln unserer zufriedenen Kinder, die sich in der Schule umsorgt und sicher fühlen.
    Wir wollen Ihnen danken, allen, die uns helfen, unsere Arbeit fortzusetzen.
    Wir brauchen noch mehr Hilfe, damit wir die Arbeit in der einzigen Schule in unserem Armenviertel sitio dos macacas weiterführen, ja vielleicht sogar erweitern können.
    Wir sind froh über euer Verständnis für unsere Situation und über eure Hilfen. Wir wünschen allen ein glückliches und helles Weihnachtsfest und für 2017 alles Gute und Liebe.

    Gruppe escola Uniào Communitària

    Schulleiterin

    Etienne de Souza Fernandes